Agrarpolitik
Agrarpolitik muss die führende Rolle der Landwirtschaft in der Gesellschaft anerkennen und Rahmenbedingungen gestalten, in denen sich ein gesunder Berufsstand entfalten kann. Eine breite Streuung des Eigentums, viele Selbständige und viel Privatinitiative sind die Voraussetzungen für hohe Produktivität und Wertschöpfung sowie für lebendige ländliche Räume. Deshalb gilt es, die Abhängigkeit von Subventionen zu verringern, steuerliche Belastung und bürokratische Reglementierung abzubauen und die bäuerlichen Familienbetriebe im Wettbewerb zu stärken: Monopolartige Strukturen bei Zulieferern und Abnehmern sind aufzubrechen, Importe sind nur noch aus Ländern zuzulassen, in denen zu unseren hohen Umwelt- und Sozialstandards produziert wird.
FREIE BAUERN in Kirchberg: Wir brauchen keine Transformation der Landwirtschaft, sondern eine andere Agrarpolitik
- Kategorie: FREIE BAUERN Deutschland
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Die FREIEN BAUERN, Interessenorganisation der bäuerlichen Familienbetriebe, haben Cem Özdemir vorgeworfen, sich in einer grünen Blase einzuschließen und kontroversen Debatten über Agrarpolitik auszuweichen. Rund 60 Landwirte aus der Region waren zu einer Protestkundgebung vor das Schloß Kirchberg an der Jagst gezogen, wo der Bundeslandwirtschaftsminister einen handverlesenen Kreis von Gleichgesinnten zur Nachhaltigkeitskonferenz geladen hatte. „Warum redet er schon wieder über uns und nicht mit uns“, kritisierte Christian Linne von der Bundesvertretung der FREIEN BAUERN unter großem Beifall das Demokratieverständnis des grünen Politikers und stellte die auf der Tagung verhandelte Transformation in Frage: „Wir brauchen keine Transformation der Landwirtschaft, sondern die Agrarpolitik muss sich grundlegend ändern.“ Statt den Betrieben in die Produktion hineinzuregieren sollte der Staat die Rahmenbedingungen verbessern, so der 50jährige Ackerbauer aus dem niedersächsischen Sottmar: „Wir brauchen eine Politik für bäuerliche Familienbetriebe, gegen Agrarkonzerne, für regionale Erzeugung, gegen Importe aus Übersee, für fairen Wettbewerb, gegen die Macht der Monopole. Wo ist der Minister, wenn es um diese harten Themen geht?“
Gemeinsame Agrarpolitik ab 2020: Wenn Subventionen, dann richtig
- Kategorie: FREIE BAUERN Brandenburg
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Schon das Wort Subventionen! Es hat so einen Beigeschmack von Sozialhilfe de luxe. Da hilft auch der Begriff Direktzahlungen nicht weiter. Es geht um Geld, um viel Geld - darum, wer mehr und wer weniger kriegt und wofür. Die Vereinbarungen zum gemeinsamen Agrarhaushalt der Europäischen Union und ihre nationale Umsetzung sind die Königsdisziplin der Agrarpolitik: Wenn etwas zu gestalten ist, dann hier, und deshalb kommen wir wohl nicht herum um diese unappetitliche Diskussion.
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