Lebensmittel werden teurer – aber Bauern gehen leer aus: Wer kassiert wirklich?

Die Lebensmittelpreise steigen seit Monaten spürbar – der Nahostkonflikt hat die Situation zusätzlich verschärft. Das Dilemma betrifft beide Seiten: Erzeuger ebenso wie Verbraucher.  Während letztere immer tiefer in die Tasche greifen müssen und Schwierigkeiten haben, zentrale Ausgaben wie Energie, Mobilität und Lebensmittel zu bewältigen, geraten viele Agrar-Betriebe wirtschaftlich massiv unter Druck. Die Folge: Das Höfesterben nimmt zu. „Die Preise im Supermarkt steigen – aber die Bauern sehen davon fast nichts. Das Geld bleibt im System hängen, vor allem im Handel“, erklärt die Landwirtin Frieda Salzwedel von den FREIEN BAUERN.

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Freihandel und seine Kehrseite: Tierleid im globalen Business

Bilder eines Frachters, der mit Tausenden Rindern aus Uruguay beladen war und aufgrund fehlender Entladegenehmigung vor der türkischen Küste ausharren musste, gingen im vergangenen November um die Welt. Im Innern des Schiffes litten die Tiere unter dem langen Transport und der schlechten Versorgungslage, sie standen über Wochen in ihren eigenen Exkrementen, waren verletzt, krank. Viele der Kühe an Bord waren im trächtigen Zustand verladen worden, während der monatelangen Reise wurden weit über hundert Kälber geboren. Sie starben oder verschwanden. (Link zum Beitrag)

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Wenn Handelspolitik zur Tauschbörse wird

Derzeit reiht sich ein Handelsabkommen an das nächste – und das in einem beinahe atemlosen Tempo: Mercosur, Indien und nun Australien. Während sich die Verhandlungen zwischen der EU und den jeweiligen Partnern zuvor über Jahre, teils sogar Jahrzehnte hinzogen – wie insbesondere beim Mercosur-Deal mit den südamerikanischen Staaten –, wirkt die aktuelle Entwicklung fast überhastet. Auch, was die vorläufige Anwendung von Mercosur betrifft: Trotz Einspruch des EU-Parlaments hat die EU-Kommission beschlossen, das Handelsabkommen ab 1. Mai in Kraft treten zu lassen. Fakten schaffen über alle Bedenken hinweg? Der französischen Präsidenten Emmanuel Macron nannte die Entscheidung schlicht „eine böse Überraschung.“

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AMK Bad Reichenhall: Das waren die „Big Points“

Obgleich die AMK in Bad Reichenhall (18.-20.3.2026) als großer Erfolg deklariert wurde, blieben die Risse in der Einigkeit sichtbar. Miriam Staudte (Niedersachsen) und die CDU-geführten Bundesländer trennten beim Umbau der Tierhaltung, beim Milchmarkt und bei der Wiederherstellungsverordnung klare Positionen.

Düngerecht: Den stärksten Konsens fand die Konferenz beim Düngerecht. „Es geht darum, dass wir mehr Verursachergerechtigkeit schaffen. Wir haben den Bund beauftragt zu prüfen, wie eine neue Regelung am besten ohne rote Gebiete zielgenauer und unbürokratischer werden kann.“, sagte Gastgeberin Michaela Kaniber – Bayern ist in diesem Jahr Vorsitzland. 

Hintergrund sind mehrere Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts, die eine grundlegende Überarbeitung erforderlich machen. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe wird ein tragfähiges Konzept erarbeiten. Der Bund soll bis zur Herbst-Agrarministerkonferenz 2026 Vorschläge vorlegen und rechtzeitig vor der Düngesaison 2027 Planungssicherheit schaffen. Kaniber: „Es braucht Alternativen zur pauschalen Ausweisung belasteter Gebiete.“

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Bürokratie-Irrsinn: Fahrtenbuch für Fußwege auf dem eigenen Hof

KI-generierter Inhalt Als eines der Top-Themen findet sich „Entbürokratisierung konsequent fortsetzen …“ als Punkt 23 auf der Tagesordnung der Agrarministerkonferenz, die noch bis zum 20. März in Bad Reichenhall stattfindet. Manch einer wird sich fragen: Wieso fortsetzen? Denn wo hat die Entbürokratisierung in der Landwirtschaft – von der alle Politiker zumindest konsequent reden – schon begonnen? 

Tatsächlich setzt sich der Bürokratie-Irrsinn fort: Auf dem Hof von Bäuerin Iris Tapphorn im niedersächsischen Lohne zeigt sich beispielhaft, warum in der deutschen Land- und Forstwirtschaft jährlich Bürokratiekosten in Höhe von 418 Millionen Euro anfallen. 

Für das Schieben einer Sackkarre, mit der Daunen und Federn etwa 50 Meter für die Weiterverarbeitung transportiert werden, soll Tapphorn einen „Sachkundenachweis“ erbringen. Also gegenüber den Behörden nachweisen, dass sie die Karre, die etwas größer als ein Koffer-Trolley ist, ordnungsgemäß bedienen kann. Zusätzlich soll sie ein Fahrtenbuch führen über die zu Fuß zurückgelegten 50-Meter-Touren auf dem eigenen Hof.

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