Zentrale Veranstaltung der FREIEN BAUERN zum Bauernkrieg am 20. März 2025 in Frankenhausen

2025 ist es 500 Jahre her, dass sich die Bauern in vielen Regionen Deutschlands gegen Unterdrückung und Ausbeutung durch ihre Grundherren erhoben2025 ist es 500 Jahre her, dass sich die Bauern in vielen Regionen Deutschlands gegen Unterdrückung und Ausbeutung durch ihre Grundherren erhoben499 Jahre nach der Veröffentlichung der Zwölf Memminger Artikel haben die FREIEN BAUERN, Interessenorganisation der bäuerlichen Familienbetriebe, daran erinnert, wie wichtig die Freiheit der Bauern und eine sichere heimische Lebensmittelerzeugung für Frieden und Wohlstand sind. „Die Memminger Artikel der aufständischen Bauern gelten als eine der ersten niedergeschriebenen Forderungen der Menschen- und Freiheitsrechte in Europa, sagte Christian Linne von der Bundesvertretung der FREIEN BAUERN und kündigte eine zentrale Veranstaltung zu 500 Jahren Deutscher Bauernkrieg am 20. März 2025 im thüringischen Frankenhausen an: „Wir treffen uns am Ort der historischen Niederlage, nehmen aber als Datum den historischen Aufbruch von Memmingen und wollen gemeinsam Erneuern, Gedenken und Versprechen.“ Erneuert werden sollen die Forderungen der Bauern nach einem gerechten Platz in der Gesellschaft, gedacht werden soll der im Kampf um ihre Freiheit gefallenen Berufskollegen, erläutert der 51jährige Landwirt: „Und versprechen wollen wir uns, wie wir als Berufsstand solidarisch und selbstbewusst die politischen und ökonomischen Herausforderungen meistern, die vor uns liegen.“

In den Zwölf Artikeln formulierten die aufständischen Bauern am 20. März 1525 in Memmingen erstmals einheitliche Forderungen an die Obrigkeit, unter anderem die Aufhebung der Leibeigenschaft, eine Reduzierung der Abgaben und Dienste, das Recht zur Jagd und zur Nutzung von Wald und Wildnis, die Abschaffung willkürlicher Strafen und die freie Pfarrerwahl durch die Gemeinde. Der Bauernkrieg endete mit einer vernichtenden Niederlage. Erst dreihundert Jahre später kam es in den deutschen Ländern zu einer Bauernbefreiung durch umfassende staatliche Reformen und in Verbindung damit zu einer enormen Steigerung der Produktivität – Hungersnöte gehörten bald der Vergangenheit an. Heute sei das Bewusstsein für die Bedeutung der Landwirtschaft wieder gesunken, bedauert Linne: „Kluge Agrarpolitik erkennt man immer daran, dass sie ökonomische Rahmenbedingungen schafft, in denen sich bäuerliche Familienbetriebe optimal entfalten können.“

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