In Sachsen-Anhalt hat sich 2024 eine Landesvertretung der FREIEN BAUERN mit einem jungen Team etabliert. Typisch für das Bundesland sind Getreide-, Raps- und Zuckerrübenfelder. Der Acker- und Pflanzenbau zählt hier hinsichtlich Erträgen und Qualität zu den Spitzenreitern in Deutschland. Mit rund 1,2 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche wird mehr als die Hälfte der Landesfläche agrarisch genutzt. Die Flächen sind dabei sehr heterogen: Sie reichen von den besonders fruchtbaren Böden der Magdeburger Börde bis hin zu den eher sandigen Standorten der Altmark und des Fläming.
Petra Wolter-Klußmann
FREIE BAUERN Sachsen-Anhalt
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Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steht vor der Tür. Die FREIEN BAUERN haben den Spitzenkandidaten der verschiedenen Parteien Wahlprüfsteine zu landwirtschaftlichen Themen übermittelt. Anbei veröffentlichen wir die Antworten Bündnis 90/die Grünen – die Hauptaussagen sind in einem kurzen Abriss zusammengefasst, danach folgt der Originaltext.
Zusammenfassung:
Die Grünen sprechen sich für verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen aus und wollen Klima-, Umwelt- und Tierwohlleistungen stärker honorieren.
Regionale und gentechnikfreie Wertschöpfungsketten sollen gezielt gestärkt werden. Für importierte Lebensmittel sollen dieselben hohen Anforderungen an Lebensmittelsicherheit, Rückverfolgbarkeit und Verbraucherinformation gelten wie für heimische Produkte.
Ziel ist auch ein Bürokratieabbau: Statt der Agrardieselsteuerrückerstattung schlagen die Grünen ein pauschales Energiegeld pro Hektar und Nutzungsart vor, das ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand über den Agrarantrag beantragt werden kann.
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Die FREIEN BAUERN in Sachsen-Anhalt diskutierten agrarpolitische Themen mit der Landtagsabgeordneten Dorothea Frederking von Bündnis 90/Die Grünen
Die Grünen in Sachsen-Anhalt haben das Ziel, wieder in den Landtag einzuziehen und - so Landtagsabgeordnete Dorothea Frederking - der Landwirtschaft eine Stimme für ihre vielfältigen Herausforderungen zu geben. Im Vorfeld der Wahl stimmte sie einem Gespräch mit den FREIEN BAUERN zu. Bundessprecher Alfons Wolff und Petra Wolter-Klußmann trafen Dorothea Frederking, die seit 15 Jahren die agrarpolitische Sprecherin der Grünen ist, in Magdeburg. In Fragen der Landwirtschaft bestand dabei nicht nur bei den Zielen, sondern teilweise auch bei der Vorgehensweise Einigkeit zwischen den Gesprächspartnern.
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Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steht vor der Tür. Die FREIEN BAUERN haben den Spitzenkandidaten der verschiedenen Parteien Wahlprüfsteine zu landwirtschaftlichen Themen übermittelt. Anbei veröffentlichen wir die Antworten von die Linke– die Hauptaussagen sind in einem kurzen Abriss zusammengefasst, danach folgt der Originaltext.
Zusammenfassung:
Die Linke erklärt mehrfach, ein Agrarstrukturgesetz in Sachsen-Anhalt schaffen zu wollen – mit wirksamen Vorkaufsrechten, mehr Transparenz über Eigentumsverhältnisse und Bodentransaktionen sowie klaren Regeln gegen Landkonzentration. „Zugang zu landwirtschaftlichen Flächen sollen vor allem diejenigen erhalten, die sie tatsächlich bewirtschaften.“ Share Deals in diesem Bundesland will die Partei unterbinden und bestehende bodenrechtliche Instrumente konsequent anwenden. Den Ausverkauf von Land möchte sie nicht nur stoppen, sondern sich auch für ein bundesweites Verbot von Share Deals einsetzen.
Thema Gentechnik: Die Partei lehnt eine Zulassung neuer gentechnischer Verfahren ohne Risikoprüfung, Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung in Landwirtschaft und Lebensmittelkette ab.
Beim Düngerecht setzt sich die Linke Sachsen-Anhalt für eine Abkehr von pauschalen „roten Gebieten“ hin zu einer digitalen, verursachergerechten Stoffstrombilanz ein.
Die EU-Wiederherstellungsverordnung will die Partei konsequent umsetzen. Sie fordert eine dauerhafte finanzielle Beteiligung von Bund und EU, damit Länder und landwirtschaftliche Betriebe die Kosten nicht allein tragen müssen.
