KI-generierter Inhalt Im Dezember standen die Zeichen auf Sturm: Europas Zuckerbranche warnte vor dem Marktkollaps. Denn innerhalb von zwei Jahren waren die Zuckerpreise um 38 Prozent eingebrochen, eine Trendwende war nicht in Sicht. Nun gibt es vorerst Entwarnung: EU-Agrarkommissar Christophe Hansen hat angekündigt, zollfreie Importe von Rohzucker aus Nicht-EU-Ländern vorübergehend auszusetzen, um die europäischen Zuckererzeuger zu entlasten.
Der Bundessprecher der FREIEN BAUERN, Alfons Josef Wolff, bezeichnet Hansens Entscheidung als „den richtigen Schritt“. Er stellt jedoch klar: „Es ist selbstverständlich, dass die heimische Industrie gestützt wird. Aber die Unterstützung muss auch die Landwirte mit einbeziehen – wir haben schließlich die stärksten Auflagen der Welt. Die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise befinden sich nicht zuletzt deshalb auf einem so niedrigen Niveau, weil weiterhin Billigimporte aus der ganzen Welt zugelassen werden. Diese Importwaren werden unter deutlich niedrigeren Umwelt- und Produktionsstandards hergestellt als unsere Erzeugnisse. Was wir außerdem nicht übersehen dürfen: Neben dem Agrarsektor sind auch vor- und nachgelagerte Bereiche betroffen und in ihrer Existenz gefährdet.“
Bei der geplanten Marktstabilisierung setzt Hansen am sogenannten „Inward Processing Regime“ an, das zollfreie Zuckerimporte zur Weiterverarbeitung erlaubte. Dieses Instrument führte zunehmend zu Billigimporten, einem Überangebot am Markt und Preisen, die für viele Betriebe nicht mehr kostendeckend waren.
Die FREIEN BAUERN fordern nicht nur eine vorübergehende Unterstützung aus Brüssel, sondern grundsätzlich faire Wettbewerbsbedingungen, kostendeckende Preise, wirksamen Marktschutz und eine Agrarpolitik, die die wirtschaftliche Grundlage der Betriebe sichert, statt sie weiter zu belasten.