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- Kategorie: FREIE BAUERN Deutschland
Wer am 18.12.25 dem Aufruf zum Protest des europäischen Bauernverbands COPA (Comité des Organisations Professionnelles Agricoles de la CEE) nach Brüssel folgt, sollte sich vorab einige Fakten zu Gemüte führen:
Als europäischer Landwirt gegen steigende Importe aus südamerikanischen Staaten zu sein – Stichwort: Mercosur-Deal - hat seine Berechtigung. Aber: Im vergangenen Jahr, im Juni 2024, wurde im Namen des Naturschutzes die „EU-Verordnung über die Wiederherstellung der Natur“ in geltendes Recht überführt. Sie schreibt vor, dass bis 2030 mindestens 20 % der Land- und Meeresflächen der EU „in Natur“ umgewandelt werden sollen. Ohne nähere Angaben, wie dieses große Vorhaben überhaupt durchzuführen ist.
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Vor Kurzem meldeten französische Behörden, dass im Sommer Eier mit Antibiotika-Rückständen in Frankreich verkauft wurden – importiert aus der Ukraine und vertrieben von großen Handelsketten. Die FREIEN BAUERN berichteten darüber und warnten zugleich, dass derartige mit Medikamenten belastete Produkte ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Verbraucher darstellen (Link hier).Niemand scheint sich an solchen Tatsachen zu stören – im Gegenteil: Ein neues Abkommen der EU sieht vor, den europäischen Agrarmarkt weiter für ukrainische Produkte wie Geflügel, Eier und Eiweißwaren zu öffnen. Die Einfuhrmenge soll von derzeit 6.000 auf 18.000 Tonnen steigen. Seit zwei Jahrzehnten boomt die ukrainische Geflügelfleischerzeugung: Sie hat sich versiebenfacht, der Marktanteil kletterte von 12 auf fast 57 Prozent. Für die Branche dürfte das Abkommen ein klarer Vorteil sein.
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Nicht immer sind die Bauern schuld … Im Interview mit den FREIEN BAUERN macht der Umweltgeologe Prof. Dr. Tobias Licha von der Ruhr-Universität Bochum deutlich, dass der Einfluss der Landwirtschaft auf die Gewässerqualität aufgrund strenger Vorgaben heute sehr gering ist. (Link hier)
Der Bundessprecher der FREIEN BAUERN, Alfons Josef Wolff, spricht von einer „Verleumdungskampagne“, da die Landwirtschaft seit Jahrzehnten pauschal als Hauptverursacher der Gewässerverschmutzung dargestellt werde.
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- Kategorie: FREIE BAUERN Deutschland
Die Marktmacht der Big Player im Lebensmitteleinzelhandel – REWE, Lidl & Co. - hat in vielen Bereichen ein „besorgniserregendes“ Maß angenommen, das zeigt ein neues Gutachten der Monopolkommission. Während die Gewinnmargen der Händler seit über 10 Jahren steigen und steigen, müssen die Verbraucher für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke fast 40 Prozent mehr bezahlen als noch vor fünf Jahren. Bei den Landwirten hingegen kommt von diesem Geld immer weniger an. Konkrete Zahlen verdeutlichen das: Von hundert Euro, die für Lebensmittel ausgegeben werden, bleiben nur wenig mehr als vier Euro für die Landwirtschaft.
Zwar konnten Agrar-Betriebe in einzelnen Jahren kurzfristig deutliche Gewinne erzielen, doch auf lange Sicht haben sie von den Teuerungen bei den Nahrungsmitteln kaum profitiert.
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- Kategorie: FREIE BAUERN Brandenburg
Der Bauernbund Brandenburg hat die von der Landesregierung geplante Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht begrüßt, zugleich aber eine neue Wolfsverordnung angemahnt. „Die Möglichkeit der Jagd wird so lange wirkungslos bleiben wie der Wolf aufgrund Naturschutz unter ganzjährige Schonzeit fällt“, sagte Bauernbund-Vorstand Frank Michelchen. Deshalb müsse jetzt zügig die Wolfsverordnung überarbeitet werden, in der Ausnahmen geregelt sind, so der 59jährige Bio-Weidehalter aus Leibsch im Spreewald: „Wir wollen, dass das komplizierte Genehmigungsverfahren entfällt, das erst einsetzt, nachdem der Schaden entstanden ist. Der Jäger soll bereits schießen dürfen, wenn der Wolf sich unseren Viehweiden nähert. Der kommt nämlich nicht zum Kuscheln.“
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Es gibt ein altes Vorurteil, das da lautet: Die Landwirte verschmutzen die Gewässer. Doch die Wissenschaft liefert ein anderes Bild. Mit Hilfe moderner Umweltforensik kommen Forschende den tatsächlichen Verursachern der Verschmutzung auf die Spur. Einer dieser Forscher ist der Umweltgeologe Prof. Dr. Tobias Licha – laut ihm ist der negative Einfluss der Landwirtschaft auf die Wasserqualität aufgrund der strengen Vorgaben heute nur noch sehr gering.
Im Interview mit den FREIEN BAUERN erläutert Prof. Licha von der Ruhr-Universität Bochum, wie er bei seinen Untersuchungen vorgeht und wie bäuerliche Betriebe dadurch entlastet werden.
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- Kategorie: FREIE BAUERN Bayern
Rettung ja oder nein – das war am Mittwoch, den 12.11.2025 die Frage, als die Erzeugergemeinschaft (EG) Südbayern über die Zukunft des Schlachthofs Landshut abstimmte. Nun steht fest: Der Schlachthof wird schließen, obwohl gerade in dieser Region das größte Schweineaufkommen Bayerns zu verzeichnen ist. Mit einer Verarbeitungskapazität von bis zu 21.000 Tieren pro Woche ist Landshut, dessen Betrieb noch bis Frühjahr 2026 aufrechterhalten wird, einer der größten und modernsten Schlachtstandorte Bayerns. Es ist davon auszugehen, dass die Schließung gravierende Folgen haben wird: Die Infrastruktur für Schweineerzeuger in Süddeutschland wird geschwächt, Viehhalter müssen ab jetzt längere Transportwege in Kauf nehmen – eine zusätzliche Belastung für Mensch und Tier. Aber das eigentliche Problem sitzt tiefer.
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Endlich wurde Kanzler Merz einmal deutlich: Die Zeiten offener Märkte und fairen Handels seien vorbei, erklärte er am 6. November in Berlin. Deshalb müssten Deutschland und die EU die eigenen Märkte und die eigenen Hersteller schützen.
Leider bezogen sich die Worte des Bundeskanzlers nicht auf die Landwirtschaft – sie galten der Stahlbranche. Die ernste Krise der deutschen Stahlhersteller, die einen „Stahlgipfel“ mit Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften in dieser Woche notwendig machte, ist in ihrer Tragweite vergleichbar mit der Krise des Agrarsektors. Denn auch den Landwirten setzen gestiegene Energiepreise und Billigimporte stark zu: So müssen deutsche Bauern mit die höchsten Strompreise in Europa zahlen, ebenfalls sind die Steuern für Diesel, Benzin und Heizöl hierzulande mit am höchsten.
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Das Leben ist ein Kreislauf – erkennbar in der Natur: Pflanzen wachsen, blühen, tragen Frucht und vergehen. Diesen Kreislauf zu pflegen und zu nutzen, das ist Landwirtschaft. Wer diesen Kreislauf verlässt, handelt gegen die Natur. Genau das geschieht bei der Herstellung von künstlichem Fleisch, dem sogenannten „Clean Meat“.
Dieses Fleisch entsteht nicht auf der Weide, sondern im Labor – aus Zellkulturen, die unter künstlichen Bedingungen gezüchtet werden. Während ein Markt für Fleischalternativen ohne Zweifel existiert – allein in Deutschland wurden 2024 pro Kopf 53,2 Kilogramm Fleisch verzehrt – darf nicht übersehen werden, dass Laborfleisch kein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit ist, sondern neue Abhängigkeiten und ökologische Probleme schafft.
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- Kategorie: FREIE BAUERN Bayern
Was als historisches Urteil für Bayerns Landwirtschaft gefeiert wird, ist zweifelsohne ein Sieg. Aber, nach Meinung der FREIEN BAUERN, vorerst nur ein Etappensieg. Denn das am 24. Oktober 2025 erlassene Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) in Leipzig, mit dem die Bayerische Ausführungsverordnung zur Düngeverordnung (AVDüV) für unwirksam erklärt wurde, muss nun die Bundesregierung zum Handeln veranlassen.
Das Gericht hat deutlich gemacht, dass § 13a Abs. 1 der Düngeverordnung (DüV) gegen zentrale rechtsstaatliche Prinzipien verstoße. Die Vorschrift sei zu unbestimmt, um als Grundlage für Eingriffe in die Eigentumsrechte und die Berufsfreiheit von Landwirten zu dienen. Für Bayern ist damit entschieden, dass die Gebietsausweisung aufgehoben ist. Die bestehenden roten und gelben Gebiete in Bayern sind ab sofort ungültig.
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- Kategorie: FREIE BAUERN Brandenburg
Der Bauernbund Brandenburg hat auf einen Zusammenhang zwischen dem totalen Schutz des Kranichs und dem aktuellen Massensterben der Tiere hingewiesen. „Wenn eine Population sich in einer Kulturlandschaft mit schier unbegrenztem Nahrungsangebot völlig ungehindert ausbreitet, erfolgt die natürliche Regulierung irgendwann durch Seuchen“, erklärt Bauernbund-Vorstand Hans-Jürgen Paulsen. Seit Jahren sei bekannt, dass sich der früher bedrohte Großvogel massiv vermehrt, so der 60jährige Milchviehhalter aus Zollchow in der Uckermark: „Vielleicht müssen wir nach diesem Seuchenzug darüber nachdenken, wie man Kraniche wirksamer von den landwirtschaftlichen Flächen vergrämt, wo sie sich im Frühjahr von den jungen Saaten ernähren.“ Jedenfalls sei die sehr stark angestiegene Kranichpopulation Ausgangspunkt der aktuellen Vogelgrippe, die der Geflügelhaltung im Land schweren Schaden zufüge.
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- Kategorie: FREIE BAUERN Deutschland
Was auf dem Papier steht, liest sich gut, vielversprechend, zukunftsgerichtet: ‚Die Beseitigung von Hindernissen für den Generationswechsel wird entscheidend dazu beitragen, den Agrarsektor attraktiver zu machen.‘ und ‚Die Strategie zielt darauf ab, den Anteil der Junglandwirte in der EU bis 2040 zu verdoppeln.‘ Mit der Initiative „Landwirtschaft – Strategie für den Generationswechsel“ will die Europäische Kommission es europäischen Junglandwirten schmackhaft machen, einen Agrar-Betrieb zu übernehmen. Hindernisse wie etwa der erschwerte Zugang zu landwirtschaftlichen Flächen wegen hoher Preise und geringer Verfügbarkeit sollen wegfallen.