Bürokratie-Irrsinn: Fahrtenbuch für Fußwege auf dem eigenen Hof

KI-generierter Inhalt Als eines der Top-Themen findet sich „Entbürokratisierung konsequent fortsetzen …“ als Punkt 23 auf der Tagesordnung der Agrarministerkonferenz, die noch bis zum 20. März in Bad Reichenhall stattfindet. Manch einer wird sich fragen: Wieso fortsetzen? Denn wo hat die Entbürokratisierung in der Landwirtschaft – von der alle Politiker zumindest konsequent reden – schon begonnen? 

Tatsächlich setzt sich der Bürokratie-Irrsinn fort: Auf dem Hof von Bäuerin Iris Tapphorn im niedersächsischen Lohne zeigt sich beispielhaft, warum in der deutschen Land- und Forstwirtschaft jährlich Bürokratiekosten in Höhe von 418 Millionen Euro anfallen. 

Für das Schieben einer Sackkarre, mit der Daunen und Federn etwa 50 Meter für die Weiterverarbeitung transportiert werden, soll Tapphorn einen „Sachkundenachweis“ erbringen. Also gegenüber den Behörden nachweisen, dass sie die Karre, die etwas größer als ein Koffer-Trolley ist, ordnungsgemäß bedienen kann. Zusätzlich soll sie ein Fahrtenbuch führen über die zu Fuß zurückgelegten 50-Meter-Touren auf dem eigenen Hof.

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Die Naturwiederherstellungsverordnung ist eine reine Kopfgeburt

Der Countdown zur Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung (WVO) läuft: Bis September muss die Bundesregierung einen ersten Entwurf ihres Nationalen Wiederherstellungsplans (NWP) vorlegen. Doch es gibt Widerstand aus den Bundesländern: Bayern drängt auf ein Aus oder zumindest auf eine grundlegende Überarbeitung des EU-Renaturierungsgesetzes. Bereits im vergangenen Jahr forderten Landwirtschaftsminister aus neun Bundesländern in einem Brief an die Europäische Kommission die Abschaffung der Verordnung.

Denn es sind da noch viele, viele offene Fragen: An erster Stelle, was die Finanzierung angeht. Zunächst ist die EU ihrerseits nicht der Verpflichtung nachgekommen, bis Mitte August 2025 einen Finanzplan zu präsentieren. Nun zeigt ein geleaktes EU-Dokument, dass es am fehlenden Geld liegen könnte: Der jährliche Finanzierungsbedarf für die Realisierung der Verordnung bewegt sich zwischen 11,8 und 13,1 Milliarden Euro. Derzeit stünden dafür aber nur etwa 9,4 Milliarden Euro aus EU- und nationalen Mitteln zur Verfügung. Was bedeutet: Es sind rund 3,7 Milliarden Euro pro Jahr zu wenig da. 

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Big Brother überwacht den Acker

„Big Brother is watching you“ … Was George Orwell in den 1940er-Jahren in seinem berühmten Roman „1984“ als Zukunftsszenario entwarf, ist für deutsche Landwirte im Jahre 2026 längst Realität geworden.

Big Brother steht bei Orwell als Synonym für einen Staat, der alles bis ins kleinste Detail kontrolliert. Ein Blick auf die zum Jahresbeginn in Kraft getretene EU-Verordnung 2023/564 für Pflanzenschutzanwender genügt: Die minutiösen Vorgaben, wie der Pflanzenschutz gehandhabt werden soll, erinnern frappierend an die durchreglementierte Arbeitswelt in Orwells Science-Fiction-Roman.

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Wasserschutz = wenn Landwirtschaft und Wasserwirtschaft kooperieren

Unsere Gewässer sind mitunter stark mit Mikroschadstoffen belastet. Doch wer verursacht diese Verschmutzung? Seit vielen Jahren geht der Umweltgeologe Prof. Dr. Tobias Licha von der Ruhr-Universität Bochum dieser Frage mithilfe moderner Umweltforensik nach. Mitte Februar hielt er auf Einladung von Georg Straller (FREIE BAUERN) im bayerischen Ebermannsdorf einen Vortrag mit dem Titel: „Wasserschutz ist Bauernschutz – welchen Beitrag liefert die Landwirtschaft zu sauberem Wasser?“

Herr Prof. Licha, der Titel irritiert, schließlich wird beim Thema Gewässserverschmutzung stets mit dem Finger auf die Bauern gezeigt …

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Der Ausverkauf der Welt, Teil II

Eine gerade veröffentlichte Studie verdeutlicht, dass sich die globale Lebensmittelwirtschaft in einer tiefgreifenden Umbruchsphase befindet. Innerhalb der nächsten 10 Jahre entsteht durch stark verändertes Konsumverhalten, durch Anbau und Verkauf von Lebensmitteln ein Marktvolumen von rund 3,1 Billionen US-Dollar dank innovativen Wachstumsfeldern, die voraussichtlich viermal schneller expandieren als die Gesamtbranche. Ursache für die Veränderungen sind unter anderem der derzeitige Fitness- und Gesundheitsboom wie auch das Bedürfnis vieler Menschen nach schneller und bequemer Lebensmittelversorgung. 

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