Innenpolitische Krisen, außenpolitische Ablenkung?

Der Krieg kennt stets viele Verlierer und nur wenige Gewinner - man könnte sie auch Profiteure nennen. Der britische Ölriese BP ist fraglos einer von ihnen: Zu Jahresbeginn hat das Unternehmen seinen Gewinn mehr als verdoppelt. Die durch den Iran-Krieg ausgelösten Preissprünge am Ölmarkt trugen dazu bei. 

Auch der Edeka-Verbund meldet in diesen Tagen ein Rekordergebnis: Im vergangenen Geschäftsjahr wurden insgesamt mehr als 77 Milliarden Euro umgesetzt.

Was jedem auffallen dürfte: Kaum etwas hat sich in den letzten Monaten so eklatant verteuert wie Lebensmittel und Energie. Und vieles spricht dafür, dass die Preise weiter steigen werden.

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Whatever it takes - Die Bundesregierung und die Landwirtschaft

Liebe Mitglieder,

die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Betriebe verschärfen sich weiter – und das in einer Zeit, in der Stabilität und Versorgungssicherheit wichtiger wären denn je. Gerade vor dem Hintergrund internationaler Krisen und kriegerischer Auseinandersetzungen wird deutlich, wie verletzlich unsere Abhängigkeiten geworden sind.

Wir haben uns deshalb mit einem klaren Schreiben an die Bundesregierung gewandt. Darin benennen wir die aktuellen Missstände in der Agrarpolitik und machen deutlich, was sich dringend ändern muss.

Das vollständige Schreiben findet ihr hier.

 

Lebensmittel werden teurer – aber Bauern gehen leer aus: Wer kassiert wirklich?

Die Lebensmittelpreise steigen seit Monaten spürbar – der Nahostkonflikt hat die Situation zusätzlich verschärft. Das Dilemma betrifft beide Seiten: Erzeuger ebenso wie Verbraucher.  Während letztere immer tiefer in die Tasche greifen müssen und Schwierigkeiten haben, zentrale Ausgaben wie Energie, Mobilität und Lebensmittel zu bewältigen, geraten viele Agrar-Betriebe wirtschaftlich massiv unter Druck. Die Folge: Das Höfesterben nimmt zu. „Die Preise im Supermarkt steigen – aber die Bauern sehen davon fast nichts. Das Geld bleibt im System hängen, vor allem im Handel“, erklärt die Landwirtin Frieda Salzwedel von den FREIEN BAUERN.

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Freihandel und seine Kehrseite: Tierleid im globalen Business

Bilder eines Frachters, der mit Tausenden Rindern aus Uruguay beladen war und aufgrund fehlender Entladegenehmigung vor der türkischen Küste ausharren musste, gingen im vergangenen November um die Welt. Im Innern des Schiffes litten die Tiere unter dem langen Transport und der schlechten Versorgungslage, sie standen über Wochen in ihren eigenen Exkrementen, waren verletzt, krank. Viele der Kühe an Bord waren im trächtigen Zustand verladen worden, während der monatelangen Reise wurden weit über hundert Kälber geboren. Sie starben oder verschwanden. (Link zum Beitrag)

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Wenn Handelspolitik zur Tauschbörse wird

Derzeit reiht sich ein Handelsabkommen an das nächste – und das in einem beinahe atemlosen Tempo: Mercosur, Indien und nun Australien. Während sich die Verhandlungen zwischen der EU und den jeweiligen Partnern zuvor über Jahre, teils sogar Jahrzehnte hinzogen – wie insbesondere beim Mercosur-Deal mit den südamerikanischen Staaten –, wirkt die aktuelle Entwicklung fast überhastet. Auch, was die vorläufige Anwendung von Mercosur betrifft: Trotz Einspruch des EU-Parlaments hat die EU-Kommission beschlossen, das Handelsabkommen ab 1. Mai in Kraft treten zu lassen. Fakten schaffen über alle Bedenken hinweg? Der französischen Präsidenten Emmanuel Macron nannte die Entscheidung schlicht „eine böse Überraschung.“

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